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Sonntag, 25. Februar 2024

Flatplane bietet Flatrate für Flüge

Flatplane bietet Flatrate für Flüge
Mittwoch, 03.02.2016 Normalerweise kennt man Flatrates eher von Telefon- oder Internet-Tarifen. Bei Flugpreisen erscheint das Konzept dagegen eher ungewöhnlich. Einfach einen Festpreis zahlen und dafür so viele Flüge nutzen wie gewünscht, das Angebot wirkt verlockend. Flatplane - ein Berliner Startup - will jetzt mit einem ähnlichen Konzept an den Markt gehen. Ab Januar soll diese neue Billigflüge-Alternative möglich sein.

Das Angebot von Flatplane funktioniert allerdings nicht unbegrenzt wie bei einer "echten" Flatrate. Flatplane bietet Euch drei verschiedene Mitgliedschaften, mit denen Ihr Abonnements für eine bestimmte Anzahl an Flügen pro Jahr erwerben könnt. Ihr zahlt dann nur für das Abonnement, aber nicht mehr für die einzelnen Flüge. Die Vertragslaufzeit beträgt dabei jeweils mindestens 12 Monate.

1. Für einen Monatsbeitrag von 39 Euro könnt Ihr vier Flüge p.a. buchen. Übers Jahr gerechnet kostet die Mitgliedschaft rund 470 Euro. Sie rechnet sich folglich dann, wenn die normalerweise zu zahlenden Flugkosten jeweils mehr als 117 Euro ausmachen:

2.  Bei 79 Euro monatlich sind es acht Flüge im Jahr. Hier beträgt die persönliche "Gewinnschwelle" knapp 120 Euro pro Flug. Für 99 Euro Monatsbeitrag können zwei Nutzer zusammen zehnmal den Flieger jährlich nutzen. Der Grenzwert einer lohnenden Mitgliedschaft liegt hier bei knapp 120 Euro pro Flug.

Diese Kalkulationen setzen allerdings voraus, dass alle im jeweiligen Abonnement enthaltenen Flüge auch tatsächlich in Anspruch genommen werden. Auch sonst gibt es eine Reihe an "Limitierungen". Die Flatrate kann nur für Flüge im europäischen Raum eingesetzt werden. Mehr als 50 Ziele sollen dabei zur Auswahl.



Auf der bisher nur rudimentär fertiggestellten Webseite Flatplane werden beliebte Städtereisen wie London, Rom, Paris oder Barcelona bebildert. Geflogen wird in der Economy-Klasse, Handgepäck ist im Preis inbegriffen. Um das Abonnement für einen Flug einsetzen zu können, muss die Buchung mindestens drei Wochen vorher erfolgen. Für Spontane, die sofort auf Reisen gehen wollen, ist Flatplane also weniger geeignet.

Im jetzigen Stadium des Web-Auftritts müssen zwangsläufig viele Fragen offen bleiben. Wie die vertragliche Gestaltung des Abonnements aussieht, welche Geschäftsbedingungen gelten, wie genau Flugbuchungen und eventuelle Stornierungen funktionieren, welche Zahlungs- und Abrechnungsmodalitäten vorgesehen sind und manches mehr wird sich erst beim offiziellen Start von Flatplane zeigen.

Soweit sich das jetzt beurteilen lässt, dürfte das Angebot vor allem für diejenigen interessant sein, die sich mehrmals im Jahr eine Reise gönnen und dabei nicht lange in Vergleichsportalen oder auf Seiten von diversen Airlines nach dem günstigsten Angebot recherchieren wollen. Ob das Flatplane-Abonnement sich rechnet oder nicht, lässt sich dabei nur im konkreten Einzelfall feststellen. Es gibt sicher durchaus Billigflüge, die je nach Zielort und Reisedatum günstiger ausfallen können als der "Durchschnittspreis" von Flatplane. Bei manchen Konstellationen kann dagegen das Abonnement von Vorteil sein.

Auf den Start von Flatplane und ob das Geschäftsmodell aufgeht, darf man jedenfalls gespannt sein. Die erste Flatrate von Airlines, der 'AAir-pass' von American Airlines, war Ende der 1980er Jahre für 250.000 US-Dollar zu haben und bot lebenslanges kostenloses Fliegen weltweit. Für die Airline war es aufgrund intensiver Ausnutzung ein großes Verlustgeschäft. (ct)

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