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Mittwoch, 27. Oktober 2021

Aus für Warteschleifen-Abzocke - Service-Nummern zum Festpreis oder kostenlos

Aus für Warteschleifen-Abzocke - Service-Nummern zum Festpreis oder kostenlos
Freitag, 06.06.2014 Warteschleifen können richtig nerven – und ins Geld gehen. Ellenlang immer dieselbe Musik auf den Ohren und in regelmäßigen Intervallen Versprechen wie "Sie werden bedient, sobald der nächste Mitarbeiter frei ist" - na klasse! Und dafür auch noch zahlen? Damit soll ab dem 1. Juni 2013 Schluss sein.

Seit langem sind kostenpflichtige Warteschleifen den Verbraucherschützern ein Dorn im Auge. Leicht werden unbemerkt Kosten von mehreren Euro fällig, ohne dass eine Leistung erbracht wird. Ab kommenden Samstag soll das teure Warten nun ein Ende haben -  allerdings nicht vollkommen ausnahmslos.

Laut Bundesnetzagentur sind zukünftig Warteschleifen bei Service-Hotlines, die unter 0180- oder 0900-Nummern zu erreichen sind, nur dann erlaubt, wenn keine Kosten für den Anrufer anfallen oder ohnehin ein fester Preis für den gesamten Anruf gilt. Bei Gratis-Nummern, die meist an einer 0800-Vorwahl zu erkennen sind, sind Warteschleifen weiterhin zulässig. Dasselbe gilt bei Ortsvorwahlen, für die die üblichen Gebühren anfallen.



Auch wenn Ihr zukünftig im Laufe eines Telefonats an einen anderen Mitarbeiter der Service-Hotline weitergeleitet werdet und bis zur Verbindung warten müsst, darf diese Wartezeit nichts kosten. Zudem muss unter einer Service-Nummer zukünftig gleich zu Anfang des Gesprächs angegeben werden, wie lange die Wartezeit voraussichtlich ausfallen wird. Daneben müssen Anrufer darüber in Kenntnis gesetzt werden, ob ein Festpreis gilt oder die Warteschleife gratis sein wird.

Die Bundesnetzagentur hat entsprechend den neuen Gesetzesregeln zum einen die Rufnummer 0180-6 zur Abrechnung zum Festpreis und zum anderen die Nummer 0180-7 für kostenlose Warteschleifen von maximal 30 Sekunden eingerichtet. Außerdem hofft die Bundesnetzagentur auf Mithilfe. Falls Ihr eine rechtswidrige Warteschleife entdeckt, könnt Ihr diese bei der Bundesnetzagentur unter der Nummer 0291-9955-206 oder per E-Mail an rufnummernmissbrauch@bnetza.de melden.

Dialog-Ansagen mit einem Auswahlmenü können allerdings weiterhin ganz schön ins Geld gehen, vor allem wenn die Ansagen mit zahlreichen Anweisungen und Menüpunkten künstlich aufbauscht werden.

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