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Dienstag, 16. August 2022

ARD Markencheck deckt Schwächen des Media Markts auf - Billig ist anders

ARD Markencheck deckt Schwächen des Media Markts auf - Billig ist anders
Freitag, 11.03.2016 Andere für blöd verkaufen, ist nicht schwer. Man nehme das entsprechende Motto "Ich bin doch nicht blöd!" und erkläre alle, die so clever sind, woanders günstiger einzukaufen, für blöd. ARD-"Markencheck" hat diese selbstbewusste Taktik des Media Markts hinterfragt und sich Preise und Service des Elektrohandel genauer angeschaut. Die Ergebnisse sind nicht gerade berauschend.

Hauptargument des Media Markts ist der Preis. Die plakative Werbung mit der Blödheit des Kunden, der sich der Konkurrenz bedient, dürfte jedem geläufig sein. Aber nicht jeder glaubt das überall lauthals verkündete Tiefpreis-Versprechen der "Mutter aller Schnäppchen". Und das ist auch gut so.

Im Rahmen des Media-Markt-Checks hat die ARD Testkäufe gestartet sowie Preise verglichen und sich zuallererst darüber gewundert, dass die Preise von Media Markt und Saturn teils erheblich differieren, auch wenn beide dem selben Konzern angehören. Zum anderen stellten die Redakteure fest, dass diverse Fachhändler vor Ort Mühe haben, den Preisen des Media Markts standzuhalten beziehungsweise diese zu unterbieten.

Aber Media Markt verspricht uns nicht nur vor Ort Tief-Preis-Garantie, sondern auch im Vergleich zum Internet. Mit dem Slogan "Der erste Preis ohne den Preisirrsinn" will die Elektrokette sogar im Preisvergleich mit Internethändlern überzeugen. Aber kann sie das? Der Vergleich der Angebote im Media Markt Prospekt mit Produkten im Netz zeigt, die meisten Online-Händler waren tatsächlich nur ein Prozent billiger. Kleineres Zubehör wie Verbindungskabel oder Druckerpatronen verkauft Media Markt dagegen um bis zu 41 Prozent teurer als die Konkurrenz im Netz.

Deshalb ist das Internet mit seinen zahlreichen Online-Shops und der Möglichkeit des Preisvergleichs Hauptkonkurrent des Elektroriesen. Vor allem der neue Media-Markt-Onlineshop kann das "Markencheck"-Team der ARD nicht überzeugen. Viele Preise können nicht mit den günstigen Angeboten anderer Shops im Netz konkurrieren. Schon die hohen Versandkosten des Media-Markt-Onlineshop treiben den Preis unnötig hoch und schrecken jeden halbwegs erfahrenen Interneteinkäufer ab, der weiß, dass zahlreiche Online-Shops ab einer bestimmten Kaufsumme ganz ohne Versandkosten die gewünschte Ware versenden.



Auch die Beratung im Media Markt lässt zu wünschen übrig. Zwar fällt ein allgemeingültiges Urteil schwer, dennoch haben die Redakteure im Zuge einiger Stichproben deutliche Mängel bei den Auskünften der Verkäufer feststellen müssen. Ohne Makel hingegen ist der Service. Vor allem bei Reklamationen gab es nichts zu meckern: Sämtliche Testgeräte wurden zurückgenommen und das Geld zurückerstattetet.

Umweltschutz und Arbeitsbedingungen schienen dem Markencheck-Team hingegen deutlich verbesserungswürdig. Die Entsorgung der Altgeräte lief nicht immer ganz sauber ab und in puncto Mitarbeiterrechte stellte das Team der ARD mehr als eine Unstimmigkeit fest: zu lange Arbeitstage sowie aufgezwungene, teilweise unbezahlte Pausen und es fehlt an Ansprechpartner, da nur 3 der über 240 Media Märkte deutschlandweit die Vorteile eines Betriebsrats genießen.

Weitere Details zum Media-Markt-Check findet Ihr auf der Webseite des ARD. Außerdem könnt Ihr Euch das Video zur Sendung kostenlos in der ARD-Mediathek anschauen.

Auch Lidl, Mc Donald's und H&M haben bereits den Markencheck der ARD über sich ergehen lassen müssen.

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