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Donnerstag, 6. Mai 2021

WWOOFing: Der günstigste Weg, die ganze Welt zu bereisen

WWOOFing: Der günstigste Weg, die ganze Welt zu bereisen
Donnerstag, 02.07.2015 "WWOOFing" - hinter diesem merkwürdigen Begriff versteckt sich ein interessanter Tipp für alle, die mit kleinem Geldbeutel die große weite Welt erkunden möchten. Die etwas sperrige Abkürzung WWOOFsteht für World-Wide Opportunities on Organic Farms, manche sprechen auch von Willing workers on Organic Farms, was soviel heißt wie fleissige Arbeiter auf Öko-Farmen und den Kern der Sache schon ziemlich genau trifft.

Mithelfen auf Farmen und im Gegenzug freie Kost und Logis bei den Gastfamilien geniessen, eine Möglichkeit auch mit schmalem Budget fremde Länder und Leute kennenzulernen. Informationen aus erster Hand bietet Euch der Erlebnisbericht von Gemeindemitglied Mark Peter, der im Sommer 2003 Spanien sechs Wochen lang per WWOOFing bereiste:

"Ich war im Sommer in Spanien und habe einen guten Tipp für Geizkrägen, die auf eine interessante und günstige Art reisen möchten. Da mein Budget klein war, ich aber grosse Lust hatte, Land und Leute auf eine andere Art kennenzulernen, habe ich mich entschieden WWOOFing zu machen. WWOOF steht für Willing Workers On Organic Farms, eine internationale Organisation, die Adressen von Biohöfen vermittelt, auf denen man gegen 4-6 stündige Mitarbeit (am Tag, Wochenende frei) Unterkunft und Verpflegung bekommt.

Die Erfahrungen die ich dabei gemacht habe, sind recht positiv. Die Arbeit war nicht schwer und das Essen gut, gesund und ökologisch. Darüber hinaus habe ich aufgeschlossene, interessante Menschen sowohl unter den Bauern als auch unter anderen WWOOFern kennengelernt und so einiges nicht nur über Spanien, sondern auch über diverse andere Länder erfahren. So konnte ich eine Menge Tipps für das Weiterreisen im Land und für meine nächsten Reisen bekommen.



Aber Vorsicht! WWOOFing ist nix für Pauschalurlauber, es ist nicht nur ein Urlaub, man ist auch da, um zu helfen und auf einem Bauernhof muss man durchaus mal durch den Mist waten, um die Schweine zu füttern. Was mir - als gestresstem Großstädter - durchaus Spaß gemacht hat. Das klappt gut, wenn man offen ist und dort auf ebenso offene Leute trifft."

Es soll auch Höfe geben, die wohl nur auf billige Arbeitskräfte aus sind. Das ist dann eher unerfreulich und lässt sich durch Empfehlungen und vorheriges Ausloten am Telefon vermeiden. WWOOF gibt es nicht nur in Spanien, sondern in vielen Ländern weltweit wie Australien Kanada oder Neuseeland. Auch in Deutschland gibt es viele WWOOFing-Betriebe.

Für die Listen der WWOOFing betreibenden Höfe muss je nach Organisation ein Mitgliedsbeitrag zwischen 18 und 25 Euro gezahlt werden. Ihr müsst natürlich nicht die Katze im Sack kaufen, sondern könnt die Hofdarstellungen - allerdings ohne Adressen - im Internet lesen. Wer nach erstem Internetstudium Interesse hat, muss in der WWOOFing-Organisation seines Wunschlandes Mitglied werden, und bekommt nach Zahlung des Mitgliedsbeitrags Adressen und Beschreibungen von Biohöfen. Mit diesen müsst Ihr dann selber Kontakt aufnehmen. Auch die Anreise, Versicherung und gegebenenfalls Visa müssen eigenständig organisiert werden.

Eine Liste aller Länder weltweit mit eigener WWOOF-Organisation findet Ihr unter wwoofinternational.org

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