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Donnerstag, 23. September 2021

Null Stern Hotel - Übernachten im kunstvollen Billig-Hotel

Null Stern Hotel - Übernachten im kunstvollen Billig-Hotel
Mittwoch, 04.03.2009 Die Finanzkrise macht nicht nur erfinderisch, sondern inspiriert auch Kreative wie die Schweizer Konzeptkünstler Frank und Patrik Riklin zur Umsetzung ausgefallener Ideen. Auch wenn die Zwillingsbrüder versichern, dass der zeitliche Zusammenfall ihres neuen Projektes mit der Finanzkrise rein zufällig sei, so geschieht dies doch mit einem ironischen Augenzwinkern.

Quasi als "Antithese auf den Luxus- und Größenwahn der heutigen Zeit" haben die Künstler das Konzept des "Null Stern Hotels" entwickelt. Dabei richtete sich ihr Augenmerk auf einen Betonbunker aus dem Kalten Krieg. Im Künstlerhandumdrehen wurde die Lichtschutzanlage "Stampf" in Zusammenarbeit mit der Schweizer Gemeinde Sevelen zum Null Stern Hotel umgebaut, das Ende 2008 seinen Testbetrieb startete.

Zunächst zeigte sich die Gemeinde Sevelen skeptisch, denn wer will schon abgeschnitten von der Aussenwelt schlafen und morgens möglicherweise auf die warme Dusche verzichten? Doch die Idee scheint sich durchzusetzen. Nach zwei erfolgreichen Probeläufen waren nicht nur die Testbesucher begeistert, sondern auch zahlreiche Medien, die enthusiastisch über das Künstlerprojekt berichten.



Bald soll es überall in der Schweiz Null Stern Hotels geben, denn an ungenutzten Luftschutzräumen fehlt es hier nicht. In idyllischen Gegenden sollen die Bunker zum besonderen Erlebnis für Besucher werden und das zu günstigen Preisen, die laut der Riklins bei etwa 10 bis 25 Franken pro Nacht (6,50 bis 17 Euro) liegen sollen.

Mit Unterstützung des bekannten Hotellerie-Spezialisten Daniel Charbonnier soll die Idee des Low-Budget-Hotels der St. Galler Künstlerzwillinge unter dem neu geschaffenen Markennamen "Zero Star Hotel" weltweit bekannt gemacht werden und "ein neues Kapitel in der Hotelgeschichte schreiben".

Der Pilotbetrieb des ersten Null Stern Hotel soll in den kommenden zwei Monaten starten. Als ersten Promi-Gast hat sich das Unternehmen niemand anders ausgesucht als den US-Präsidenten Barack Obama, der dann in München an einer Sicherheitskonferenz teilnehmen soll. Eine gelungene Idee, denn, wo lässt es sich schon sicherer übernachten, als in einem Bunker - und das zu Preisen, die auch in schlechten Zeiten noch bezahlbar sind ;-)

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