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Mittwoch, 23. Juni 2021

Spickmich - Skandal gleich PR-Kampagne?!

Spickmich - Skandal gleich PR-Kampagne?!
Donnerstag, 26.01.2012 Während so manches Internetportal nur so vor sich hin dümpelt und vergeblich nach Besuchern Ausschau hält, können sich andere Webseiten kaum vor Besuchern retten. Welche Faktoren auch immer dabei eine Rolle spielen, fest steht, wer es versteht, die Presse auf sich aufmerksam zu machen, der hat schon fast gewonnen.

Die Lehrerbewertungsplattform spickmich.de kann sich jedenfalls nicht beklagen. Letzte Woche meldeten sich nach eigenen Angaben innerhalb von 72 Stunden über 155.000 neue Mitglieder an. Bis dato waren etwa 400.000 Nutzer bei dem erst im Januar dieses Jahres gestarteten Online-Dienst registriert.

Warum nun plötzlich dieses vermehrte Interesse? Ganz einfach: Eine Lehrerin aus Nordrhein-Westfalen hatte versucht, die Plattform mit einer einstweiligen Verfügung lahmzulegen, und scheiterte elendig vor dem Oberlandesgericht Köln. Die Richter waren, wie ihre Kollegen vom Landgericht, der Auffassung, dass "die Lehrerbenotung auf spickmich.de von dem Recht auf freie Meinungsäußerung gedeckt ist und die Persönlichkeitsrechte von Lehrern nicht verletzt".



Dieses Urteil löste eine gigantische Pressewelle aus, die wiederum rund 80.000 neue Schülerinnen und Schüler an die Pforten des Bewertungsportals schwemmte. Die Server hielten diesem Ansturm nicht immer stand, tausende Mails mussten beantwortet werden und neu eingestellte Lehrerzitate überprüft und freigeschaltet.

Bessere Werbung kann sich ein Startup nicht wünschen. Und das ist noch nicht alles: Besagte Lehrerin scheint nämlich noch nicht bereit, das Handtuch zu werfen. Vielmehr kündigte sie, unterstützt von einer Lehrergewerkschaft, weitere rechtliche Schritte an. Spickmich lacht sich derweil sicher ins Fäustchen ;-)

P.S.: Uns würde noch interessieren, ob derjenige Besucher des Geizkragens, der seit Tagen unseren Artikel zu spickmich.de als ungültigen Link meldet, zur frustrierten Lehrerschaft gehört? Es ist nämlich definitiv nicht der Fall, dass hier ein Fehler vorliegt. Ueberzeugt Euch selbst!

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