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Dienstag, 20. April 2021

Gratis-Musik: Vom Rock-'n'-Roll bis zur Musikmelancholie

Gratis-Musik: Vom Rock-'n'-Roll bis zur Musikmelancholie
Freitag, 16.03.2012 Chaotisch und inspirierend, so beschreibt der bekannte Fussball-Fan, Schriftsteller und Musikkritiker Nick Hornby die Rock-'n'-Roll Band "Marah" aus Philadelphia in seinem Essay über die Rockmusik und das Alter. Melancholisch fragt er sich, ob er nicht mittlerweile zu alt sei für diese Art von Musik und lieber etwas hören sollte, was seinem Alter mehr entspricht – "Jazz, Folk, Klassik, Oper, Begräbnismusik, die üblichen Verdächtigen".

Doch der gute Mann besinnt sich eines Besseren und zieht für sich das Fazit: "So oder so: Rock-'n'-Roll war und bleibt eine Notwendigkeit." Und so begnügt er sich nicht nur mit Schwärmereien und Besuchen berauschender Rock-Konzerte, sondern tourt sogar mit seiner Lieblingsband "Marah". Bei dem einzigen Konzert in Deutschland, am 8. November 2004 im Gloria-Theater in Köln, las Hornby aus eigens für den Abend geschriebenen Texten.

Angeregt von dem gelungenen Essay, das in der FAZ veröffentlicht, nun auch auf den Internetseiten von Spiegel Online zu lesen ist, habe ich mich im Netz auf die Suche nach der hochgelobten Band "Marah" gemacht und bin fündig geworden: "Marah" hat eine eigene Website und beschenkt alle Besucher mit gleich vier kostenlosen Downloads, die es in sich haben.

Vor allem die beiden Tracks "East" und "The Rough Streets Below" lassen mich verstehen, was Nick Hornby meint, wenn er schreibt: "...ich liebe diese Band – in ihren Platten und Konzerten kann ich alles hören, was ich an Rockmusik je geliebt habe." Na, bekommt Ihr jetzt auch Lust auf Rock? Dann nix wie hin.

Und wer gern in den Genuss des Artikels von Nick Hornby kommen möchte, der kann hier seiner Leselust nachgehen.



Während die Musik von "Marah" an unsere Lebensfreude appeliert und uns von der Leichtigkeit des Seins kosten lässt, zieht "Elliott Smith" uns mit seinen Songs unmittelbar in die Schwere. Ein Jahr nach seinem Tod, am 21. Oktober des vergangenen Jahres, ist jetzt sein letztes Album erschienen, "From a Basement on the Hill", ein Nachruf, der es in sich hat: brutale Texte, vorgetragen von einer zaghaften, fast geisterhaft anmutenden Stimme.

Epitaph Records präsentiert Euch hier das Album auf seinen Internetseiten und bietet einen Track zum Gratis-Download an - "Memory Lane" - für die düsteren Tage.

Eine gelungene Verschmelzung von Rock und Melancholie kommt aus dem hohen Norden Europas: "Emmerhoff & the Melancholy Babies", fünf Jungs aus Norwegen, präsentieren sich als echte Musikmelancholiker. Vor acht Jahren sammelten sich vier "Melancholy Babies" um den Sänger und Gitarristen Gunnar Emmerhoff und eroberten die Herzen ihrer Landsleute. Jetzt will die Band auch den Rest Europas stürmen.

Drei Alben haben "Emmerhoff & the Melancholy Babies" bereits veröffentlicht. Einige Tracks könnt Ihr Euch bei MySpace anhören. Songs wie "This summers done" machen dem Bandnamen alle Ehre: Melancholie pur! Auch die orientalisch anmutenden Klänge in "Caravanserai" oder "Baby Sinister" wecken ungeahnte Sehnsüchte, während "Dark Horse" zum düsteren Tanz durch weite Nebelfelder lockt. Absolut hörenswert!


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