Startseite   Der Preisvergleich   Die Gemeinde   Das Magazin  

Geizkragen.de - Das Magazin - Mobil

Dienstag, 13. April 2021

WhatsApp - Stiftung Warentest testet Alternativen zur Messaging-App

WhatsApp - Stiftung Warentest testet Alternativen zur Messaging-App
Freitag, 10.04.2015 Nachdem Facebook WhatsApp geschluckt hat, ist das Interesse an kostenlosen Alternativen zu dem bisher beliebtesten Messenger-Dienst groß. Das hat Stiftung Warentest auf den Plan gerufen, die fünf der beliebtesten kostenlosen und kostenpflichtigen Dienste geprüft hat.

Telegram auf Platz 1 bei Google Play
Ganz besonders profitiert die Kommunikationsplattform Telegram von der WhatsApp-Facebook-Fusion. Die Anwendung, die für Android und iOS kostenlos ist, ist bei Google Play seit ein paar Tagen auf Platz eins der "Top kostenlos in Android-Apps" gelistet – und damit noch vor WhatsApp. Die vielen Neuregistrierungen sprechen für den alternativen Dienst. Doch ist Telegram wirklich gut?

Stiftung Warentest testet WhatsApp und Alternativen
Stiftung Warentest hat jetzt fünf gängige Messenger-Dienste getestet, darunter auch Telegram. Am besten hat die Schweizer Kommunikationsplattform Threema abgeschnitten. Die restlichen vier Anwendungen haben den Test nicht bestanden.

Nur Threema besteht Datenschutz-Test
Threema ist die einzige App, die in puncto Datenschutz als "unkritisch" bewertet wurde. Laut Stiftung Warentest stellt die Anwendung eine Ende-zu-Ende-Verschlüsselung zwischen den Gesprächspartnern sicher, sodass keiner die Unterhaltung mitverfolgen kann. Während die Android-Version komplett darauf verzichtet, Nutzerdaten zu übermitteln, sendet die iOS-Variante zwar die User-ID an Threema, allerdings verschlüsselt. Kritisch sieht Warentest, dass Threema keine quelloffene Software verwendet, sodass die Datenübermittlung nicht vollständig geprüft werden kann. Kostenpunkt? Threema schlägt mit einmalig 1,79 Euro zu Buche. Für iOS zahlt Ihr einmalig 1,79 Euro, für's Android-Smartphone werden 1,60 Euro fällig.

Telegram - Kritischer Datenschutz
Telegram bietet zwar eine Ende-zu-Ende-Verschlüsselung, diese muss aber vom Nutzer unter dem Punkt "Secret Chat" explizit gewählt werden. Adressbucheinträge werden fraglos und ohne Zustimmung des Users oder Adressaten gespeichert. Außerdem kritisiert Warentest, dass die Anwendung weder ein Impressum noch eine Kontaktadresse aufweist, an die sich der Nutzer wenden kann, wenn Fragen zum Thema Datenschutz auftauchen. Telegram ist die einzige der getesteten Anwendungen, deren Software teilweise quelloffen ist.



WhatsApp fällt mit sehr kritischen Datenschutz durch
WhatsApps wird von den Testexperten vollkommen in der Luft zerrissen. Es mangele an einer Ende-zu-Ende-Verschlüsselung, sodass alles komplett mitgelesen werden könne, Adressbucheinträge sollen sowohl in der iOS- als auch in der Android-Variante übertragen werden, Telefonnummern ohne Verschlüsselung sogar an Dritte.

Blackberry Messenger mit sehr kritischem Datenschutz
Auch die Testergebnisse des Blackberry Messenger fallen durchweg schlecht aus. Der Datenschutz wird als "sehr kritisch" beurteilt. Nutzerdaten werden zum Teil ohne Verschlüsselung sogar an Dritte weitergegeben und auch Nachrichten sollen unverschlüsselt übermittelt werden. Demgegenüber versendet die Android-Variante Nutzerdaten zwar verschlüsselt, spioniert aber Benutzername, Passwort, Vor- und Zuname sowie das Geburtsdatum, die Mail-Adresse und andere empfindliche Daten aus. Außerdem haben die Experten einiges an den AGB des Messengers zu bemängeln. Die kostenlose Applikation ist nicht quelloffen.

Vorsicht bei Nutzung von Line - Datenschutz sehr kritisch
Auch die Kommunikations-App Line hat Stiftung Warentest unter die Lupe genommen. Die Anwendung bietet keine Ende-zu-Ende-Verschlüsselung, sodass auch hier der Anbieter eifrig mitlesen kann. Adressbucheinträge werden aber nur dann übertragen, wenn der User dem auch zustimmt. Die iOS-Variante soll weniger kritisch arbeiten als die Android-App. In den AGB fanden die Testexperten einen problematischen Passus, in dem sich der Anbieter das Recht herausnimmt, die Bestimmungen jederzeit ändern zu können, ohne den Nutzer vorher davon in Kenntnis zu setzen. Die kostenlose Anwendung ist nicht quelloffen.

Stiftung Warentest hat den kompletten Test mit dem Titel "WhatsApp und Alternativen: Datenschutz im Test" kostenlos auf der Webseite veröffentlicht.

1 Kommentare zum Artikel "WhatsApp - Stiftung Warentest testet Alternativen zur Messaging-App"

Kommentar von: Clemens P.
gast
Wirkliche Alternativen gibt es wegen des großen Nutzerkreises von WhatsApp eh nicht aber man kann sich ja mal umschauen. Danke für den Artikel!

LG

Clemens

Hinterlasse einen Kommentar




Login  Veröffentliche Deine Artikel im Magazin!

Finde uns auf Facebook