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Montag, 10. Mai 2021

Urteil: Versandhäuser dürfen Kunden Druck machen

Freitag, 06.05.2005 Zahlreiche Kunden des Versandhändlers Otto erhielten in der vergangenen Zeit überraschend Post vom Versandhaus. Betroffen waren diejenigen, die in den letzten zwei Jahren mehr als die Hälfte aller bestellten Otto-Artikel wieder zurück an den Händler gesandt hatten. Otto ermahnte diese, zukünftig nur Artikel zu bestellen, die sie auch kaufen würden. Anderenfalls würde Otto die Geschäftsbeziehungen abbrechen. Die Verbraucherzentrale Sachsen klagte daraufhin, nach Meinung der Verbraucherschützer handele es sich um einen unglaublichen Vorgang. Versandgeschäfte seien innerhalb von zwei Wochen widerrufbar, was auch gesetzlich festgelegt sei.

Otto blieb auf seinem Standpunkt und unterstellte den Kunden, dass diejenigen, die mehr als 50 Prozent zurücksenden, bereits vorher wüssten, dass sie nur einen kleinen Teil der Ware behalten würden, der Versandhandel könne nicht dazu verpflichtet sein, kostenlose Präsentationen im Heim des Verbrauchers zu finanzieren. Nunmehr hat das Hanseatische Oberlandesgericht leider ganz im Sinne des Versandhauses entschieden (Az. 5 U22/04). Der Tenor: Versandhäuser dürfen Kunden Druck machen, wenn diese häufig Ware zurückschicken. Die Richter meinten, Otto dürfe solche Kunden dazu auffordern nur noch zu bestellen, was sie auch behalten wollen.




1 Kommentare zum Artikel "Urteil: Versandhäuser dürfen Kunden Druck machen"

Kommentar von: Gast
gast
Das Versandhaus BADER macht Werbung, dass ohne Versandkosten bestellen. Das stimmt nicht, zumindest bei mir nicht. Die Rechnung kommt hinterher.

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