Auch wenn viele von uns sich kaum mehr daran erinnern können, wann sie zuletzt auf den Kufen standen, hat das Schlittschuhfahren nichts von seiner ursprünglichen Faszination eingebüßt. Bereits im 14. Jahrhundert bedienten sich Postboten aus den Niederlanden der Schlittschuhe als schnelles Fortbewegungsmittel über die zugefrorenen Kanäle. Im Laufe der Zeit wurde das Eislaufen dann auch als Freizeitsport entdeckt und erfreut sich bis heute großer Beliebtheit. Jedes Jahr pünktlich zur Wintersaison öffnen viele Eislaufhallen ihre Tore und mit etwas mehr oder weniger Glück kann auch ein zugefrorenes Gewässer ganz in der Nähe befahren werden. Die Bewegungsabläufe beim Schlittschuhfahren entsprechen übrigens etwa dem beim
Inline-Skating – wer eine der beiden Techniken beherrscht, wird sich schnell mit der anderen anfreunden können. Bevor es aber aufs Eis geht, muss ein
passendes Paar Schuhe her. In jedem Fall sollten Schlittschuhe der richtigen Größe gewählt werden, damit der Fuß einen guten Halt findet. Zu viel Spielraum an Fuß und Bein erschwert das Finden der richtigen Balance und kann darüber hinaus zu schmerzhafter Blasenbildung führen. Gerade bei Kindern sollte ein besonderes Augenmerk auf den Schuh geworfen werden. Wer die Zeit investiert, ein passendes Paar Schlittschuhe zu finden und diese auch korrekt und fest zubindet, geht so den anfänglichen Lern-Frustrationen aus dem Weg. Ihr habt noch ein paar alte Schlittschuhe von den Eltern im Keller? Alt muss nicht gleich schlecht sein, jedoch sollte der Schuh unbedingt auf seine Standfestigkeit hin überprüft werden, da vor allem die älteren Leder-Modelle dazu neigen im Knöchel-Bereich auszuleiern und folglich keinen Halt mehr bieten. Da das Eislaufen keine Trendsportart, sondern vielmehr
eine altgediehnte Tradition ist, wurden natürlich auch die Schlittschuhe kontinuierlich weiterentwickelt. Diese sind heute speziell an die drei großen Gattungen des Eislaufsports, den Eisschnell- und Eiskunstlauf, wie auch das Eishockey, angepasst. Beim Eisschnelllauf kommen lange Kufen zum Einsatz, um das Gewicht des Läufers gleichmäßig auf dem Eis zu verteilen. Entsprechende Modelle findet Ihr im Angebot von
Bauer Sport. Eiskunstlauf-Schuhe werden bis zu den Waden geschnürt und verfügen über eine gezackte Vorderkante, die zum Springen benötigt wird. Hockeyschuhe hingegen sind leicht gekrümmt, damit sie maximale Wendigkeit ermöglichen. Das erschwert Anfängern das Finden ihres Schwerpunkts, weshalb ihnen nur die Eiskunstlaufschuhe uneingeschränkt zu empfehlen sind. Das Sortiment des Herstellers
HEAD liefert einen guten Überblick über die verschiedenen Schlittschuhtypen.