Die hier beschriebene RB 14 ist nahezu Baugleich mit der RB 13, die ein paar mm kleiner ist und ein anderes Futter hat.
Von Beruf bin ich Ingenieur und gelernter Elektromechaniker und befinde mich am Ende des Berufslebens.
Ich brauche eine Maschine, mit der ich folgendes machen möchte:
- Leiterplatten bohren, also 0,8 mm dünne Löcher
- mal ein Gehäuse aus Alu oder Stahlblech bohren (4 - 12 mm),
- mal ein Loch (5 - 12 mm) in einen Stahlwinkel (3 mm dick) o.ä.
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Die hier beschriebene RB 14 ist nahezu Baugleich mit der RB 13, die ein paar mm kleiner ist und ein anderes Futter hat.
Von Beruf bin ich Ingenieur und gelernter Elektromechaniker und befinde mich am Ende des Berufslebens.
Ich brauche eine Maschine, mit der ich folgendes machen möchte:
- Leiterplatten bohren, also 0,8 mm dünne Löcher
- mal ein Gehäuse aus Alu oder Stahlblech bohren (4 - 12 mm),
- mal ein Loch (5 - 12 mm) in einen Stahlwinkel (3 mm dick) o.ä.
- und Löcher in Holz
Ich wollte keine Maschine unter 100 Euro und keine über 400 Euro. So habe ich also die RB 14 von Rotwerk ausfindig gemacht bei einem Preis von 174 Euro. Natürlich kommt auch bei diesem Preis der Verdacht auf, dass das ein mieser China-Artikel ist. Für den Fall, dass die Maschine nichts getaugt hätte, hätte ich sie zurückgegeben und hatte auch schon eine Bosch PBD 40 im Visier, obwohl die nur von 1,5 bis 13 mm spannen kann und 100 Euro mehr kostet.
Aber zurück zur RB 14.
Das Schnellspannfutter soll von 0 bis 13 mm (Angaben aus dem Internet) bzw. 1 bis 13 mm (Betriebsanleitung) spannen, das Futter sieht richtig gut aus und macht den Eindruck das das auch geht, und dass das Futter zumindest nicht aus China stammt. (RB 13 hat ein anderes Futter.)
Der Zusammenbau war unkompliziert, nach 20 Minuten lief das Gerät, anfangs etwas lauter als erwartet, aber das lag daran, dass der Keilriemen nicht gespannt war.
Nach dem Spannen (nicht zu fest) klang die Maschine so wie es sich gehört. Pinole und Futter laufen rund und ohne feststellbare Vibrationen.
Also gleich mal einen 0,8-mm-Bohrer eingespannt, auch der läuft ordentlich, eine Probebohrung in 2 mm dickem Stahl funktioniert problemlos. Dann habe ich es mit immer größeren Bohrern probiert, bis 10 mm. Alles ohne "pathologischen" Befund.
Damit war erst mal klar, die Maschine bleibt in meinem Besitz, sie tut ihren Job.
Also wird sie auf der Werkbank festgeschraubt. Dafür hat das Unterteil 6 angegossene Füße mit Löchern für 8-mm-Schrauben. Beim Anschrauben fällt auf, das einer der 6 Füße 2 mm zu kurz ist und nicht auf der Werkbank aufliegt (also doch aus China?). Das ist aber kein Problem, denn 4 Schrauben hätten auch gereicht, und der zu kurze Fuß ist einer der Mittelfüße und bekommt eine Unterlegscheibe.
Was ist sonst noch zu sagen?
Die RB 14 hat ein LED-Licht, das das Werkstück an der Bohrstelle beleuchtet. Leider ist die Lampe etwas schwach und so dicht oberhalb des Futters angebracht, dass das Futter bei kurzen Bohrern seinen Schatten genau auf die Bohrstelle wirft. Also Lampe daneben stellen.
In der Werbung für diesen Artikel im Internet findet man gelegentlich die Bezeichnung "Präzisionsbohrmaschine", das ist wohl etwas zu viel des Guten. Das Spiel, das das in die Pinole eingesetzte Bohrfutter hat, ist abhängig von der Bohrfutterposition (nur bei stehender Maschine testen!). Ist das Futter oben, ist kein Spiel fühlbar, 40 mm tiefer sind es geschätzte 2 bis 3 Zehntel mm. In der unteren Position, also bei 50 mm ist das Spiel wieder weg.
Das ist nun wirklich kein Problem, denn man bohrt immer so genau, wie man angekörnt hat, auch mit Spiel. Aber das Prädikat "Präzisionsbohrmaschine" ist zu hoch gegriffen.
Also zusammengefasst: Ein richtig ordentliches Gerät für einen günstigen Preis. Ob das Teil nun tatsächlich aus China kommt, ist nicht bekannt, es gibt kein "Made in .....", aber einen Aufdruck "Rotwerk GmbH 85609 Ascheim Germany". Wie dem auch sei, ich kann sie guten Gewissens empfehlen.
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