Ich habe mir die Kamera Anfang Juli 2006 gekauft. Mit Kitoptik (18 – 55 mm) für unter 500 €. Die größte Motivation zum Kauf einer Pentax dSLR war die Tatsache, dass ich aus über 20 Jahren Fotografierens mit Pentax Kleinbildspiegelreflex noch über diverse Wechselobjektive verfüge, die ich auch im Zeitalter digitaler Fotografie noch nutzen möchte. Alle Pentax Objektive mit Autofokusfunktion lassen sich ohne Abstriche mit der *istDL verwenden.
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Ich habe mir die Kamera Anfang Juli 2006 gekauft. Mit Kitoptik (18 – 55 mm) für unter 500 €. Die größte Motivation zum Kauf einer Pentax dSLR war die Tatsache, dass ich aus über 20 Jahren Fotografierens mit Pentax Kleinbildspiegelreflex noch über diverse Wechselobjektive verfüge, die ich auch im Zeitalter digitaler Fotografie noch nutzen möchte. Alle Pentax Objektive mit Autofokusfunktion lassen sich ohne Abstriche mit der *istDL verwenden. Ältere Objektive noch mit Einschränkungen.
Bei der *istDL fällt auf, dass zunächst alle Bedienelemente am richtigen Platz liegen. Wer von Kleinbild umsteigt findet sich auf Anhieb zurecht. Die Kamera liegt sehr gut in der Hand und ist dabei erfreulich kompakt. Auch die Menüs zur Einstellung aller weiteren Funktionen geben keinerlei Rätsel auf, einzelne Menüpunkte sind sogar mit einem kleinen Hilfetext kommentiert. Wer von analoger Fotografie umsteigt und grundlegende Kenntnisse mitbringt kommt sofort zurecht! Das sehr umfangreiche und gute Handbuch (gedruckt und als PDF-File) klärt umfassend alle weiterführenden Fragen. Mitgeliefert wird zudem noch eine Browser- und Bildbearbeitungssoftware, mit der man die RAW-Files bearbeiten (und auch als JPEGs speichern) und am Computer betrachten kann.
Neben der üblichen Vollautomatik (DAU-Modus), kann man Zeit- und Blendenautomatik verwenden, auch vollmanuelle Nachführmessung ist möglich. Darüber hinaus werden diverse Motivprogramme angeboten (wer’s braucht). Das alles lässt sich einfach über einen zentralen drehbaren Einstellknopf anwählen. Wer will kann dann noch gezielt über- oder unterbelichten.
Sowohl die Belichtungs- als auch die Entfernungsmessung kann integral, mittenbetont oder spot gewählt werden. Ein Messwertspeicher und eine Abblendfunktion sind ebenfalls vorhanden. Der Autofocus ist bei Bedarf abschaltbar (sehr wichtig).
Die Kamera ist dabei recht schnell. Auch der Autofokus arbeitet flott und ohne deutliche Auslöseverzögerung. Wobei Nikon und Canon in diesem Punkt allerdings noch besser sein sollen. Der Crop-Faktor für die Objektive beträgt 1,5 (im Vergleich zu Kleinbild).
Die Verarbeitung ist für so ein preiswertes Gerät als perfekt zu bezeichnen. Das solide Metallgehäuse ist Kunststoffkaschiert welcher sehr griffgünstig und hochwertig gehalten ist. Die Spaltmaße sitzen einwandfrei. Der Objektivanschluss (Bajonett) ist sehr exakt und solide. Das TFT-Display bietet zwar kein Life-Bild (wie auch bei anderen dSLRs mit Ausnahme der Olympus E-330). Es ist aber ausreichend groß und mit einer Auflösung von mehr als 200.000 Pixeln recht scharf. Die LCD-Anzeigen im Sucher zeigen alle wichtigen Kameraparameter an, sie könnten lediglich etwas heller sein, bei sehr hellen Motiven ist die Anzeige kaum zu erkennen. Auf der Kameraoberseite befindet sich ein weiteres LCD-Feld, das die Zeit, die Blende und einige weitere Informationen liefert.
Gespeichert wird auf SD-Cards, die sehr preiswert zu haben sind. Auch die Tatsache, dass die Kamera mit 4 Mignonzellen betrieben wird erfreut, da keine teuren Spezialakkus gekauft werden müssen. Mitgeliefert werden allerdings nur 4 Mignonbatterien, die Akkus muss man zusätzlich kaufen. Leider wird auch kein Netzgerät mitgeliefert (ist als Sonderzubehör erhältlich), die Akkus muss man mit einem extra Ladegerät aufladen, was ebenfalls nicht im Lieferumfang vorhanden ist.
Das wichtigste, die Bildqualität…was soll man dazu sagen, die hängt natürlich vom verwendeten Objektiv ab. Die Kitoptik reißt da natürlich keine Bäume aus. Dennoch ist das Objektiv mehr als brauchbar. Mit einem besseren Objektiv kann man aber die Möglichkeiten hier noch deutlich steigern und das volle Vermögen der Kamera nutzen, auch die Farbwiedergabe ist sehr natürlich. Insgesamt belichtet die Pentax etwas knapp aber immer noch korrekt.
Vor allem die Rauscharmut beeindruckt. Aufnahmen bei ASA 400 sind besser als bei vielen Kompakt-Kameras mit ASA 100! selbst mit ASA 800 macht man noch ansehnliche Fotos. Der Empfindlichkeitsbereich reicht bis ASA 3200 und lässt sich manuell einstellen. Ab ASA 1600 ist dann natürlich deutliches Rauschen zu erkennen.
Was mir negativ aufgefallen ist….
Der Bildwandlerchip bietet ’nur’ 6,1 mPixel (effektiv). Da bieten andere in dieser Klasse mit 8 mPixel etwas mehr. Die Pentax verfügt nicht über eine Antiverwacklungsfunktion (Bildstabilisator). Das Angebot an Wechselobjektiven könnte größer sein. Für eine Canon oder Nikon hat man da deutlich mehr Auswahl.
Aus diesen Gründen vergebe ich für die *istDL ’nur’ 4-Sterne. Dennoch, wer eine sehr preisgünstige und gute dSLR sucht, macht mit ihr nichts falsch!
Gruß
RD
Geschrieben von: Rüdiger D.
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