Als Besitzer einer Dimage Z 6 /vorher Z 10 habe ich trotz der gelesen Testberichte der einschlägigen Fachzeitschriften eine andere Meinung zu der dort bescheinigten schlechten Bildqualität. Ich kann nicht verstehen, dass die Kamera von 60 unterschiedlichen gestesteten Herstellerprodukten nur mit Platz 50 abgespeist wurde. Messtechnisch gibt es sicherlich gravierende Unterschiede und hier schneidet die Minolta nicht besonders gut ab. Die wichtigeren praxisorientierte Handhabungen und
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Als Besitzer einer Dimage Z 6 /vorher Z 10 habe ich trotz der gelesen Testberichte der einschlägigen Fachzeitschriften eine andere Meinung zu der dort bescheinigten schlechten Bildqualität. Ich kann nicht verstehen, dass die Kamera von 60 unterschiedlichen gestesteten Herstellerprodukten nur mit Platz 50 abgespeist wurde. Messtechnisch gibt es sicherlich gravierende Unterschiede und hier schneidet die Minolta nicht besonders gut ab. Die wichtigeren praxisorientierte Handhabungen und bildtechnischen Qualitäten möchte ich ihr aber dennoch bescheinigen bzw. herausheben!
Bei verglichenen Bildern aus der Reproduktion der verschiedensten Kameras ( z.B. Canon Eos ) bis zur Postkartengröße hin, waren keine signifikanten Unterscheidungen im Nah- und mittleren Telebereich festzustellen. Erst im weitesten Telebereich konnte die Dimage, systembedingt, auf Grund ihrer dann mangelnden Objektiv - Lichtstärke nicht mehr so gut mithalten.
Voraussetzung für eine gute Aufnahme ist natürlich das Verlassen des Automatikbereiches, um mehr aus der Technik herausholen zu können. Ein manuell durchgeführter Weißabgleich (Graukarton) und eine etwas höhere eingestellte Farbsättigung bei nicht unter 100 Iso- Standardqualität mit höchster Auflösung -, erwirkt Wunder. Unter voreingestellter Blende „acht“ („wenn die Sonne lacht“) und einer automatischen Zeitwahl ist das Bildergebnis hervorragend!
Selbst der Automatikbereich ist bei Außenaufnahmen durchaus akzeptabel!
Die Ergebnisse sind allesamt Kontrastreich (Gras, Bäume u.s.w.), farblich annähernd (etwas kalt, blass) und im manuellen Bereich mit eingeschaltetem Farbverstärker leicht überbetont (etwas rötlicher – aber nicht unangenehm- Geschmacksache!). Verzeichnungen werden erst im hohen Telebereich am Bildrand sichtbar, der Mittenbereich des Bildes ist ok! An der Bildschärfe gibt es nichts auszusetzen. Die Mehrfeldmessung, die automatische Scharfstellung (AF) arbeitet präzise. Ich habe kein „über das Ziel hinausschießen“ festgestellt! Das Programmieren und „Mitziehen“ der eingestellten Schärfe ist möglich.
Das bewegte Objekt wird mit einer entsprechenden Zeitvorwahl und der automatischen Blendenzugabe genau so gut ohne „Fahrer und Wischer“ auf dem Bild abgelichtet.
Selbst die Automatic hatte einen guten Kompromiss eingestellt, um damit gute detailreiche und scharfe Aufnahmen möglich gemacht! Hier ist das „Anti - Shake“ der Z 6 eine zusätzliches wirkungsvolles Instrument zur Vermeidung des „Verwackelns“.
In der Dunkelheit oder bei Innenaufnahmen geht ohne zusätzliche ausreichende Beleuchtung recht wenig! Welche Kamera kann das überhaupt?
Der Blitz reicht zur Punktbeleuchtung im Nahbereich durchaus aus. Das berüchtigte Bildrauschen kommt erst bei Kerzenscheinbeleuchtung zum Vorschein. Hiermit haben alle Kamerahersteller aber die gleichen Probleme. Sicherlich ist ein Objektiv mit höherer Lichtstärke einer wesentlich teueren Digi hier im Vorteil! Die „Überbelastung“ des Fotochips bleibt unter dem jetzigen Stand der Technik, bei der dadurch entstehenden überproportionalen Wärmeentwicklung der Elektronik, halt ein Problem (Bildrauschen)!
Aber sollte das wirklich einer preiswerten Kamera zum Nachteil gereicht werden? Erst wenn ich den Anschaffungspreis sehr weit nach oben schiebe werde ich die volle Perfektion annähernd erreichen können!
Durchaus ansehnliche Bilder kann ich mit einer Z10/6 auch bei schwierigen Lichtverhältnissen erzeugen. Allerdings sollte dann der Wert Iso 100 nicht überschritten werden. Über die Effektivität der sich ab und zu einschaltenden nicht abschaltbaren Rauschverminderung bei höheren eingestellten Iso - Werten kann ich nichts entgültiges sagen!
Manuelle Einstellungsversuche, im Vergleich zur Benutzung der Automatic / Programmautomatic haben aus meiner Sicht keinen großen Unterscheidungen erbracht!
Das Licht des Blitzes erzeugt eine „kalte“ Bildauflösung! Ein externer Blitz erbringt hier einen deutlichen Fortschritt! Die Bildqualität stimmt dann wieder! Aufhellungsblitze hinterlassen nicht so einen kalten Bildeindruck bzw. die Farben verblassen weniger!
Die Kamera ist leicht zu bedienen, die Menueführung vorbildlich und sehr übersichtlich. Die Bildbetrachtung am kleinen LCD ist nicht farbgenau und gilt nur zur allgemeinen Orientierung! Einblendungen aller Einstellmöglichkeiten wirken sehr unübersichtlich und setzen eine hohe Konzentration voraus, um auch nichts von den gemachten und angezeigten Einstellungen zu übersehen, dafür ist eine umfassende Information gegeben!
Die Umschaltung auf den Sucher (unter Abschaltung des LCD) ist umgebungslichttechnisch sehr praktisch und sinnvoll. Das Sucherbild reicht gerade zur Orientierung aus! Die Sichtqualität (stark gerastertes Bild) könnte besser ausfallen!
Das Abbild bei der Dimage Z 6 ist auf Grund des erweiterten Displays auch größer und somit angenehmer!
Leider kann man halt nicht alles zu einem kleinen Preis bekommen! Aus Plastik sind fast alle Kameras. Griffsicher und nicht zu klein, spricht sicherlich nur einen bestimmten Käuferkreis und somit nicht alle Fotographen an. Auch hier gilt, dass die persönlichen Vorstellungen und Verwendungswünsche obsiegen!
Die schwarze Z6 sieht jedenfalls sehr ansprechend aus!
Das die Kamera filmfähig - mit Tonaufnahmemöglichkeit bei der Z 6 – ist, ist ein weiteres Merkmal der Ausstattung, das ich aber nicht getestet habe! Ich denke ein DV-Camcorder kann das besser!
Die Bildfolge bzw.– Geschwindigkeit, sowie das Scharfstellen geschieht sehr flott! Die Aufnahmebereitschaft ist schnell hergestellt. Der Stromverbrauch der Kamera ist sehr gering (etwa 400 bis 500 Fotos bei 2500Ah Akkus, wenn das motorische Teleobjektiv nicht all´ zu oft benutzt wird und das LCD im wesentlichen ausgeschaltet bleibt)!
Fazit: Eine Kamera, die sicherlich ihr Geld wert ist, die hervorragende Bilder in allen Situationen fertigt, eine Menge individueller Einstellungsmöglichkeiten bietet und sehr viele zusätzliche Feachers aufweist! Sie braucht den Vergleich mit anderen Herstellern nicht zu scheuen! Die erzeugte Bildqualität ist jedenfalls hervorragend!!!!!!!
Preis der Z 10 = ca. 170,- Euro, wenn sie noch zu bekommen ist! [...]
Hinweis:
Konika Minolta stellt die Produktion von Kameras in Europa ein und übergibt den Service der Firma Sony!
Tipp: Kaufen, solang es noch welche gibt!!!!!!
Geschrieben von: Günter N.
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