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Mittwoch, 18. Oktober 2017

Flattr - Geld verdienen via Mikro-Bezahldienst

Flattr - Geld verdienen via Mikro-Bezahldienst
Mittwoch, 16.06.2010 Die Geschichte von Peter Sunde scheint die Geschichte einer Bekehrung. Alles begann mit der Tauschplattform Pirate Bay, die der Schwede gründete, um für kostenlosen Content im Netz zu kämpfen. Noch vor einem Jahr bot Sunde als Sprecher der berühmten Plattform thepiratebay.org der Unterhaltungsindustrie die Stirn, vergeblich. Er und seine Kollegen wurden zu millionenschweren Geld- und Bewährungsstrafen verurteilt. Und nun? Nun setzt Sunde auf ein anderes Pferd namens flattr. Statt zum Datenklau zu ermuntern, sorgt er sich jetzt um das Wohl von Journalisten, Bloggern, Fotografen, Filmemachern und anderen Kreativen.

Mit dem neuen sozialen Mikro-Bezahldienst flattr.com hat Sunde ein System ins Leben gerufen, das Leuten dabei helfen soll, mit ihrer kreativen Arbeit Geld zu verdienen. Denn laut Sunder ziehen die Unterhaltungsindustrie und andere große Unternehmen in der Regel das ganze Geld ab, während die Urheber mehr oder weniger leer ausgehen.

Doch keine Bekehrungsgeschichte, sondern der Versuch, dasselbe Pferd von vorne aufzuzäumen?

Der Begriff "Flatter" ist eine Kombination aus dem englischen Verb "to flatter", das im Deutschen so viel wie "schmeicheln" bedeutet, und "Flatrate". Dahinter steckt die Idee, Journalisten, Bloggern, Musikern und allen anderen kreativ Arbeitenden eine neue Möglichkeit zu bieten, mit ihrer Arbeit im Internet Geld zu verdienen. Denn wenn sie ihre Inhalte im Netz veröffentlichen, können sie diese mit einem sogenannten Flattr-Button versehen, auf den Leser, Hörer oder Zuschauer klicken, um dem Urheber neben ihrer Wertschätzung einen Anteil ihres monatlichen Flattr-Beitrags zukommen zu lassen.

Jeder flattr-Nutzer verfügt über einen Account, auf den er monatlich einen bestimmten Geldbetrag zum Bezahlen von Internetinhalten einzahlt. Dabei liegt die Entscheidung, wie viel Geld er im Monat für Kultur ausgeben will, ganz bei ihm. Ebenso entscheidet er selbst, welche Künstler wie viel Geld für ihre Arbeit bekommen.



Das Bezahlsystem funktioniert nach dem Prinzip "Kuchenstück". Wer nur einmal im Monat klickt, überlässt dem Urheber seinen kompletten Flattr-Beitrag. Bei zwei Klicks wird der Flattr-Beitrag in zwei Hälften aufgeteilt und bei hundert Klicks erhält jeder ein Hundertstel.

Je häufiger also der Flattr-Nutzer klickt, desto kleiner werden die Stücke vom Kuchen. Da jeder Flattr-Button anzeigt, wie viele User bereits für einen bestimmten Beitrag bezahlt haben, dient der Button zudem als Beliebtheitsmesser.

Und wie könnt Ihr bei Flattr mitmachen? Bislang ist Flattr noch in der Testphase. Deshalb könnt Ihr Euch nicht so ohne weiteres registrieren, sondern müsst um eine Einladung bitten. Auch wenn Ihr mit Flattr nicht unbedingt reich werden könnt, da bisher zu wenige mitmachen, lohnt es sich, das neue Mikro-Bezahlsystem näher kennenzulernen. Auf der Webseite erklärt Sunde in einem Werbevideo wie "Viele kleine Ströme einen großen Fluss formen."

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