Geizkragen.de - Das Magazin
Samstag, 11. Februar 2012
Schnäppchen-Einkauf bei diversen Versteigerungen 
Trotzdem bleibt die Suche nach verloren gegangenen Koffern nicht immer erfolglos: tatsächlich gibt es viele verschiedene Stellen, die "herren- bzw. damenlose" Gepäckstücke oder auch andere lose Fundsachen aufbewahren und nach einem gewissen Zeitraum meistbietend versteigern; da lässt sich schon das ein oder andere Schnäppchen machen. Deshalb hat der Geizkragen für Euch einige Veranstalter von Versteigerungen zusammengestellt, bei denen es sich lohnt, mal vorbei zu schauen.
So findet einmal im Monat im Rhein-Main-Gebiet eine Auktion des Darmstädter Auktionshauses Wendt statt, bei der bis zu 500 Gepäckstücke unter den Hammer kommen. Dabei handelt es sich um Fundsachen der Flugverkehrsgesellschaften des Frankfurter Flughafens und der Deutschen Lufthansa AG, also in der Regel um Koffer, Taschen, Trolleys, Rucksäcke etc. Der Clou an der Sache: auch hier bleiben die verstauten Hab-Seligkeiten ein Geheimnis bis der Meistbietende seinen jüngst erworbenen Schatz endlich öffnen darf.
Aber auch Einzelfundsachen wie Fotoapparate, Videokameras, Walkmans, Discplayer, Uhren und Schmuckteile, die in den Flugkabinen zurückgelassen wurden, gehören mit zum Angebot. Nähere Infos zu den Veranstaltungsorten und –terminen findet Ihr hier.
Wer nicht die "Katze im Sack" kaufen will, aber durchaus an "fliegenden Koffern" interessiert ist, der kann sich an den nächstgelegenen Flughafen wenden. Folgende Flughäfen bieten an verschieden Orten und zu unterschiedlichen Zeiten verloren gegangenes Fluggepäck zur Versteigerung:Der Flughafen Berlin-Tegel lässt seine Fundsachen unter den Hammer des Berliner Fundbüros bringen, erreichbar unter der Telefonnummer: 030 / 73 26 3 - 0 oder unter dieser URL.
Zweimal jährlich kommen die Fundsachen des Flughafens München unter den Hammer. Die nächsten Termine erfragt bitte unter folgender Telefonnummer: 089/ 97 52 13 70. Hier gehts zum Munich-Airport.
Auch die Deutsche Bahn versteigert nach Ablauf der gesetzlichen Aufbewahrungsfrist alle möglichen Fundsachen; man sollte es nicht glauben, aber hier bleiben vor allem Handys auf der Strecke. Die Auktionen finden jeden Donnerstag von 9.00 bis 12.00 Uhr (außer an gesetzlichen Feiertagen in Nordrhein-Westfalen) im Fundbüro der Deutschen Bahn in Wuppertal statt. Ausserdem plant die Bahn, möglichst bis Ende des Jahres, Koffer und Co. auch im Internet anbieten zu können; der Geizkragen wird rechtzeitig darüber berichten. Weitere Infos erhaltet Ihr unter der Nummer: 069 / 265 21387 oder unter der angegebenen Bahn-URL.
Ein breit gefächertes Angebot an Fundsachen findet Ihr natürlich in jedem Fundbüro. Die Versteigerungen finden zu unterschiedlichen Zeiten statt und können jeweils beim örtlichen Fundbüro von Euch erfragt werden. Die entsprechenden Telefonnummern findet Ihr im Telefonbuch oder, falls vorhanden, auf den Homepages der jeweiligen Städte. Auch die lokale Tagespresse gibt in der Regel die Termine bekannt.
Beschlagnahmte Ware, die es nicht über die Grenze geschafft hat, und vom Zoll zur Versteigerung freigegeben wurde, findet Ihr in Form einer permanenten Internet-Auktion auf der Seite zoll-d.de. Hier werden Artikel aus den verschiedensten Kategorien angeboten: Computer, Unterhaltungselektronik, Haushaltsgeräte, Kraftfahrzeuge, Schmuck, Uhren und vieles mehr. Die ersteigerten Artikel werden Euch in den meisten Fällen zugesendet oder können bei den Dienststellen abgeholt werden. Hier geht es zur Zoll-Seite.
Waren der ganz anderen Art bietet "Stiftung Warentest" in Berlin zur Versteigerung. Alles, was nicht bereits dem gründlichen Test zum Opfer gefallen ist, kommt hier vier Mal im Jahr unter den Hammer: Inline-Skates, Waschmaschinen, Faxkombis und -geräte, Tintenpatronen und Drucker, CD-Rekorder, PC-Monitore, Videorekorder, Fernseher, Auto-Freisprechanlagen, Pkw-Navigationssysteme, Digitalkameras etc. Die genauen Termine und Veranstaltungsorte könnt Ihr auf der Webseite der Stiftung Warentest erfragen.
Auch der Fiskus ist nicht faul wie wir alle wissen und versteigert seine gepfändete Ware vom Auto bis zum CD-Player. Infos über geplante Auktionen erhaltet Ihr über die Pfandverwertungsabteilung der örtlichen Finanzämter und aus der lokalen Tagespresse.
Last but not least bleiben die nicht wieder eingelösten Sachen der Pfandhäuser, die meist wöchentlich unter den Hammer kommen. Auch hier erfahrt Ihr die Termine und alle weiteren Infos aus der Tagespresse oder durch Anruf bei den Leihhäusern. Oft finden die Versteigerungen auch in großen Auktionshäusern statt wie zum Beispiel in Essen, Versteigerungshalle.de.
Der Geizkragen wünscht Euch viel Erfolg bei Eurer Schnäppchenjagd, frei nach dem ukrainischen Sprichwort: "Erfolg ist wie ein Koffer ohne Griff; schwer zu tragen, aber zu schade, um ihn stehen zu lassen ;-)
5 Kommentare zum Artikel "Schnäppchen-Einkauf bei diversen Versteigerungen"
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nicht schlecht, sollte ich mal nachschauen


Eine sehr schöne sache. :-)