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Samstag, 22. Juli 2017

Internet: Lasst Euch nicht ausspionieren - so surft Ihr unerkannt

Internet: Lasst Euch nicht ausspionieren - so surft Ihr unerkannt
Freitag, 03.11.2006 "Deine Spuren im Sand, die ich gestern noch fand" so oder ähnlich trällerte sich vor Jahrzehnten Schlagerbarde Howard Carpendale in Herz seiner meist weiblichen Anhänger. Apropos Spuren, habt Ihr eigentlich schon mal darüber nachgedacht, dass nicht nur Füße im sandigen Untergrund am Meer Spuren hinterlassen, sondern auch jeder Surftripp von Euch zahlreiche digitale Spuren hinterlässt?
Selbst wenn es für den Surfer am heimischen PC nicht offensichtlich ist, aber er bewegt sich keinesfalls anonym im Netz. Kaum habt Ihr Euch nämlich über Euren Provider ins Web eingewaehlt, erhält Euer Rechner von diesem eine bestimmte, ganz individuelle IP-Adresse zugeteilt, die aus einer mehrstelligen Ziffernfolge besteht und unter der vom Provider sowohl Uhrzeit als auch Dauer Eures Webausflugs protokolliert werden.
Surft Ihr nunmehr nach Einwahl im Netz herum, können die von Euch angesurften Seiten munter mit dem Spionieren loslegen und geradezu klammheimlich und unbemerkt allerhand Daten von Euch abrufen und speichern. Neben der oben erwähnten IP-Adresse, die indirekt auch Auskunft über Euren Provider und Euer Heimatland gibt, erhalten neugierige Sitebetreiber Auskunft über Details, die viele nicht unbedingt bekannt geben möchten. Hierzu gehört die von Euch zuletzt besuchte Seite, Informationen über das von Euch verwendete Betriebssystem, die benutzte Browserversion und andere Einstellungen Eures PCs.
Zum Glück gibt es aber Mittel und Wege, zukünftig nicht mehr als "gläserner Surfer", sondern stattdessen anonym durchs Web surfen zu können. Möglich machen das Online-Dienste, die unerkanntes Surfen über einen "Proxy Server" anbieten. Das funktioniert wie folgt: Nachdem der User sich wie gehabt über seinen Provider ins Netz eingewählt hat, surft er direkt die Seite eines der besagten Dienste auf und ruft er alle weiteren gewünschten Internetseiten nur noch über ein Eingabeformular auf der Seite dieses Anonymisierungsdienstes auf. Anstelle die gewünschten Seiten unter Preisgabe von Daten selbst anzusurfen, wählt Ihr also den Umweg über den Proxy-Server. Auf diese Weise wird Euch eine Art Tarnkappe im Netz verpasst. Nicht Ihr nämlich, sondern der Dienst fordert mit seiner eigenen IP-Adresse die von Euch gewünschte Seite an und arbeitet somit als eine Art Vermittlungsstelle, während Ihr völlig inkognito im Hintergrund bleibt. Die besuchte Webseite dagegen steht nur in Kontakt mit dem Dienst, Eure Daten bleiben für sie unbekannt.
Der einzige Nachteil: Da jede Webseite erst mal vom Server des Dienstes angefordert werden müssen um dann auf Eurem Browser zu erscheinen, muss man sich bei längeren Ladezeiten etwas in Geduld üben; sprich: man surft langsamer.

Über folgende Seiten könnt Ihr anonym im Web surfen:

a. http://anonymouse.org/anonwww_de.html
Die Mäusepolizei erlaubt Euch unerkannt zu surfen



Hier geht es zu der Mäusepolizei

b. megaproxy.com
Ein englischsprachiger kostenfreier Dienst. Hier geht es zu megaproxy.com.

c. "JAP" Forschungsprojekt der Technischen Universität Dresden
Tool, was aufgrund seiner speziellen Wirkungsweise wohl das beste Ergebnis verspricht. Im Gegensatz zu den anderen Diensten benutzen hier die teilnehmenden User eine feste IP-Adresse die sie sich teilen, so dass vom Server der angesurften Seite nicht erkennbar ist, welcher User sich auf der Seite aufhält. Weiterhin werden Daten der User gleichzeitig mit den Daten anderer User verschlüsselt über mehrere Zwischenstationen, sog. Mixe, geleitet. Wahlweise in deutsch oder englisch. Hier geht es zum Forschungsprojekt der Technischen Universität Dresden.

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