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Geizkragen.de - Das Magazin

Dienstag, 29. Mai 2012

Report - viel Geld sparen durch Zahnbehandlung an Unikliniken

Mittwoch, 26.10.2005 Zahnarzttermin - allein der Gedanke daran, dass es demnächst mal wieder an der Zeit ist, die Beisserchen kontrollieren zu lassen, lässt bei den meisten Geizkrägen sicherlich eine ganz schlechte Stimmung aufkommen. Wie aber, wenn man sich trotz der Gedanken an bevorstehendes Bohrergekreische und andere Gemeinheiten zum Doc schleppt und dort erfahren muss, dass es diesmal leider nicht mit den üblichen Füllungen getan ist, sondern die eine oder andere Krone bzw. Brücke notwendig wird.

Angesichts der Tatsache, dass die Krankenkassen die entstehenden, leider ziemlich ungeizigen, Kosten für Zahnersatz nicht in vollem Umfang übernehmen und stattdessen nur einen Zuschuss leisten (je nach Regelmässigkeit der bisherigen Zahnarztbesuche in Höhe von 50-65%), kann man sich so ganz schnell einem hübschen Forderungssümmchen des Zahnarztes gegenübersehen.

Folgenden Euren Geldbeutel schonenden Tipp möchte ich nun heute an alle Geizkrägen weitergeben: Benötigt ihr eine Sanierung Eures Gebisses, seien es schlichte Kronen, Brücken oder auch andere kompliziertere Geschichten, besteht die Möglichkeit, sich diese wesentlich günstiger als bei eurem Zahnarzt in Zahnkliniken anfertigen zu lassen. Voraussetzung dafür ist jedoch, dass die jeweilige Zahnklinik einem Uniklinikum angeschlossen ist. Hier finden nämlich für die Studenten in höheren Semestern Patientenkurse statt, in denen diese ihre im Laufe des Studiums erworbenen Kenntnisse praktisch anwenden sollen.



Die angehenden Zahnärzte arbeiten zwar schon relativ selbstständig, die einzelnen Arbeitsschritte werden aber auf jeden Fall nochmals von Oberärzten und Profis kontrolliert, so dass man keine Angst haben muss, hier schlechtere Qualität als bei einem niedergelassenen Zahnarzt zu erhalten. Die Ersparnis für Euch ist in jedem Fall erheblich. So müssen Patienten in einigen Kliniken nur für die reinen Materialkosten aufkommen, Kosten für die Anfertigung des Zahnersatzes durch die Studis werden nicht erhoben. Andere Kliniken hielten sich bei unserer telefonischen Recherche etwas bedeckt und gaben telefonisch nur insoweit Auskunft, dass neben den Materialkosten auch Kosten für die Anfertigung zu zahlen seien, die aber erheblich niedriger als in einer Zahnarztpraxis lägen.

Auf jeden Fall lohnt es sich, mal unverbindlich einen Kostenvoranschlag durch die Klinik erstellen zu lassen. Eine Info über die Höhe der genauen Kosten erhält man auf jeden Fall beim ersten unverbindlichen Besuch in der Klinik, nach ausführlicher Untersuchung durch einen der zuständigen Oberärzte. An diese Erstuntersuchung schliesst sich die genaue Festlegung des Behandlungsplanes und die Terminabstimmung mit dem laufenden Studentenkurs an. Zahnkliniken stehen grundsätzlich allen Patienten offen, eine Überweisung Eures Zahnarztes ist nicht nötig, die Versichertenkarte sollte aber nicht vergessen werden. Die Behandlungskurse finden nur während des Semesters statt.

Anzumerken ist vielleicht noch, dass man für eine Behandlung in der Klinik im Vergleich zur Praxis etwas mehr Zeit mitbringen muss, da die einzelnen Arbeitsschritte der Studis von den Oberärzten kontrolliert werden müssen. Angesichts der teilweise erheblichen Ersparnismöglichkeiten nimmt ein echter Geizkragen diese zusätzliche Wartezeit aber doch gerne in Kauf, oder?


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