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Montag, 20. Mai 2013

Offene Bücherschränke - Einfach, kostenlos und unverbindlich Bücher lesen

Offene Bücherschränke - Einfach, kostenlos und unverbindlich Bücher lesen
Freitag, 28.09.2012 Was wünscht sich ein Geizkragen mehr, als dass eine Sache einfach, kostenlos und unverbindlich verläuft?! Genau das bieten Euch Bücherschränke. Seit den 90ern schießen die sogenannten offenen oder auch öffentlichen Bücherschränke überall in Deutschland wie Pilze aus dem Boden.

Bücherschränke bieten kostenlos Literatur
Bücherschränke sind in der Regel auf einem öffentlichen Platz zu finden, damit jeder Bürger sich einfach, kostenlos und jederzeit an Literatur bedienen kann - ohne Verpflichtung. Die Bücher können gelesen, behalten oder auch wieder zurückgebracht werden.

Vom Regal übers Gartenhäuschen bis hin zur Telefonzelle – Bücherschränke finden sich mittlerweile in vielen verschiedenen Variationen in ganz Deutschland. Auf Plätzen, vor Cafés oder in der Fußgängerzone warten Krimis, Liebesromane, Ratgeber, Fotobände und Kinderliteratur rund um die Uhr auf interessierte Leser. Und das Ganze zum Nulltarif.

Geben und Nehmen
Bücherschränke leben vom Prinzip des Gebens und Nehmens. Im Klartext: Wer sich an den kostenlosen Büchern bedient, sollte nicht kleinlich sein und ebenfalls ältere oder bereits gelesene Bücher in die Schränke stellen. Und wie die Erfahrung zeigt – es funktioniert, denn die Schränke sind nie leer. Selbst wenn an einem Buch so großer Gefallen gefunden wird, dass es zu Hause im Regal landet– das Konzept geht auf, denn bei jedem findet sich auch immer mal wieder das ein oder andere Buch, dass dem Bücherschrank gespendet wird.

Aber auch die Leseratten, die genügend Stoff haben, als dass sie sich am Bücherschrank mit Literatur versorgen müssten, können ihre ausgedienten Bücher dem Bücherschrank vor Ort spendieren, statt sie anderweitig zu entsorgen. Die Bücher sollten aber nicht kaputt, sondern einigermaßen gut erhalten sein.



Kostenlose Alternative zur Bibliothek
In jedem Fall bieten Bücherschränke Euch eine unbürokratische und kostenlose Alternative zu herkömmlichen Bibliotheken. Außerdem sind die teilweise sehr charmant ausgeschmückten offenen Bücherschränke in vielen Städten zu Treffpunkten geworden, wo man sich nicht nur über Literatur austauscht.

Initiative "Offener Bücherschrank" auf Facebook
Auch im Internet zeichnet sich der Trend zum offenen Bücherschrank ab. Bei Facebook zählt die Initiative "Offener Bücherschrank" bereits mehr als 3.500 Fans bei Facebook und es werden täglich mehr. Aber auch auf anderen Internetplattformen wird diskutiert, wo es bundesweit noch an Schränken fehlt und welche Bücherschränke ein besonders gutes Sortiment bieten.

Liste mit allen Bücherschränken bei Wikipedia
Geizkragen findet die Idee genial und empfiehlt, die Liste öffentlicher Bücherschränke bei Wikipedia mal aufzusuchen, die zeigt, wo der nächste offene Bücherschrank steht. Falls kein Bücherschrank in Eurer Nähe aufzutreiben ist, habt Ihr ja vielleicht Lust, das Konzept in Eurer Umgebung umzusetzen?!

BookCrossing - Weltweite Alternative zu Bibliotheken
Eine andere Möglichkeit, wenn auch nicht ganz so einfach, kostenlos an Lesestoff zu kommen, bietet Euch das Internetportal BookCrossing (Geizkragen berichtete). Auch BookCrossing versteht es, Uneigennützigkeit, Literatur und Austausch zu kombiniewren. Hier werden Bücher „freigelassen“, gefunden, gelesen, kommentiert und wieder irgendwo in einer Kneipe, Bahn oder im Park liegen gelassen, damit andere sie finden, lesen und so weiter und so fort – und das Ganze weltweit, kostenlos und unverbindlich.


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