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Mittwoch, 19. Juni 2013
Auto: Preiswerte EU Neuwagen - Alles, was man wissen muss 
Aber selbst damit muss man sich nicht zufrieden geben, denn ein neues Auto aus dem EU-Ausland, kann in einigen Fällen sogar noch günstiger sein. Doch wie kommt man eigentlich sicher an ein Importauto und worauf sollte beim Kauf geachtet werden?
Der wohl einfachste und üblichste Weg, sich ein EU-Schnäppchen zu sichern, führt über freie Kfz-Importeure in Deutschland, die den ausländischen Markt gut kennen. Der Importeur wird dabei als Vermittler tätig, besorgt das gewünschte Auto im Ausland und übernimmt alle lästigen Formalitäten wie Beschaffung des deutschen Kfz-Briefes oder die nötige Abführung der deutschen Mehrwertsteuer. Wesentlich weniger praktiziert wird der Kauf des Wagens direkt im Ausland. Der Grund: Papierkrieg und mangelnde Sprachkenntnisse schrecken ab.
Seit 1996 gibt es in der EU einen einheitlichen Qualitätsstandard. Aussagen wie "im Ausland ist das Blech dünner" gehören längst der Vergangenheit an, ebenso wie das Märchen von der fehlenden Garantie, denn seit einigen Jahren sind die Garantiebedingungen europaweit identisch. Es gilt die jeweils vom Hersteller zugesicherte Garantiezeit (zwei Jahre).
Die Garantiezeit beginnt am Tag der Übergabe an den Käufer. Grundsätzlich macht es aber keinen Unterschied, ob ein Auto innerhalb oder außerhalb Deutschlands gekauft wird. Reparaturen können auch in jeder Vertragswerkstatt in Deutschland in Anspruch genommen werden.
Im Falle eine Reklamation oder Serviceleistung kann bei jeder deutschen Vertragswerkstatt vorgefahren werden. Durch EU-Normen sind nämlich alle Vertragswerkstätten eines Herstellers dazu verpflichtet, auch Garantieleistungen an Fahrzeugen zu erbringen, die im EU-Ausland gekauft wurden.
Wichtige Voraussetzung für den Anspruch auf Garantieleistungen ist allerdings der Besitz des korrekt ausgefüllten Serviceheftes mit Fahrzeugnummer, Übergabedatum, Händlerstempel und Unterschrift des ausländischen Vertragshändlers, welches der Importeur gemeinsam mit dem Wagen übergeben muss.
Generell empfiehlt es sich, einen dem "Bund der freien Kfz-Importeure" beigetretenen Vermittler mit einem Neuwagenkauf im Ausland zu beauftragen. Vorauszahlungen müssen dabei nicht geleistet werden. Seriöse Händler kontrollieren bei Übergabe des PKW, ob das Auto und die Ausstattung auch der Bestellung entsprechen und keine Mängel aufweisen. Erst danach darf die Kasse des Importeurs klingeln.
Trotz gleicher Modell- und Typenbezeichnung kommt es oft vor, dass Autos aus dem Ausland anders ausgestattet sind als deutsche Modelle. So kann z.B. eine in Deutschland serienmäßig im Lieferumfang enthaltene Klimaanlage im ausländischen gleichnamigen PKW fehlen. Daher der Tipp des ADAC: Alle wichtigen Ausstattungsmerkmale des PKW bei Vertragsschluss unbedingt vom Importeur in einer Ausstattungsliste schriftlich zusichern lassen.
Deutsche Autos sind führend in Sachen Umweltschutz. Sollte es Euch nicht gelingen, die Vermittlung eines ebenso gut eingestuften Reimportes mit dem Händler auszuhandeln, müsst Ihr notgedrungen auf steuerliche Vergünstigung verzichten.
Eine schriftliches Vereinbarung über den (verbindlichen) Liefertermin ist unbedingt zu empfehlen. Denn wird das Auto wider Erwarten nicht geliefert, habt Ihr die Möglichkeit, eine Frist zu setzen und vom Vertrag zurückzutreten.
Außerdem solltet Ihr schriftlich festhalten, dass ein in Deutschland zulassungsfähiges Auto geliefert wird. Zulassungsfähig bedeutet, dass der Neuwagen samt deutschem Kfz-Brief geliefert wird und auch sofort beim Straßenverkehrsamt zugelassen werden kann.
Bevor Ihr Euer Traumauto beim Importeur bestellt, solltet Ihr die Sache noch einmal in Ruhe überdenken und ein letztes Angebot vom Händler um die Ecke abholen. Angesichts überfüllter Lager und allerorten steigender Rabatte ist so mancher Händler vielleicht zu noch größeren Zugeständnissen bereit, wenn ihm der "Kampfpreis" eines freien Importeurs genannt wird.
Tipps zum Neuwagenkauf sowie eine Mitgliederliste der freien Kfz-Importeure des "Bundesverbandes freier Kfz-Importeure e. V." findet Ihr auf der Webseite des Vereins.
Auch der ADAC bietet Euch ausführlich Infos rund um den Neuwagenkauf in der EU.
Ein weiteren Kfz-Import Ratgeber findet Ihr in der Webseite Kfz-Auskunft.
Die EU-Kommission veröffentlicht auf ihrer Webseite zweimal im Jahr einen Preisindex der am meisten verkauften Pkw europäischer Hersteller.
Euro-car-market stellt Euch eine Spezialdatenbank mit PKW-Angeboten von deutschen EU-Importeuren mit über 80.000 Fahrzeugangeboten zur kostenlosen Nutzung zur Verfügung.
Eine ebenfalls umfangreiche und sehr übersichtlich gestaltete Datenbank, die europaweit online Neuwagenpreise vergleicht, bietet Euch Autoprice. Ihr werdet direkt zum preiswertesten Vertragshändler weitergeleitet, und zwar unter Angabe verschiedener Finanzierungsmodelle.
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